Translate

Freitag, 31. Oktober 2014

Dunkelheitsfest, Samhain

Richtig bewusst geworden ist mir die momentane Jahreszeit noch gar nicht, da das Leben ja viele Annehmlichkeiten bereit hält, um bewußt oder unbewußt von einer Zeit abzulenken, die anscheinend viele nicht wahr-haben wollen und doch, heute Nacht wird mit Sicherheit an vielen Orten in der Welt gefeiert.
Sei es Haloween mit den orangenen Kürbissen, bei uns früher schlicht und ergreifend Dickwurz genannt mit denen die Nacht erhellt wird oder seien es Menschen, die bewusst einen Weg/ Reise durch den Jahreskreis gehen und auch diese Nacht unseren Ahnen würdigen, fakt ist, es ist die Zeit in der (eigentlich) unseren Ahnen gedacht werden soll.
Mir fallen da spontan einige ein, die meinen Weg entweder intensiv begleitet haben oder nur eine kurze Zeit mit mir zusammen unterwegs waren.
Gedenken kann man auf vielfältige Art und Weiße. Vielen bringt es Trost auf einen Friedhof zu gehen und Gräber zu besuchen, ich fühle mich dort immer ein bisschen fehl am Platz und zünde dafür lieber eine Kerze an und gehe so auf eine innerliche Reise zu den Stationen in meinem Leben, die ich mit den Menschen verbracht habe.Selbstgespräche sind dabei nicht ausgeschlossen :-)
Die Bäume, die mit dieser dunklen Jahreszeit in Verbindung gebracht werden sind Eiben ( Taxus baccata), Zypressen und der Lebensbaum, die Thuja.
Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der sehr langsam wächst und es dauert viele Jahre, bis sie das erstemal blühen. Die Beeren sind rot und alle Teile der Eibe sind giftig, weshalb sie oft als Totenbäume bezeichnet werden. Eiben sollen den Weg in die Unterwelt zeigen.

Eine Pflanze, die nicht unbedingt mit dieser Jahreszeit zusammenhängt aber mir heute auf meinem Weg





begenet ist, ist die Mistel




Die Mistel, auch in allen Kulturen der früheren Zeit bekannt, schwabbte für mich erstmals bewusst als Weihnachtsbrauch aus englischen Filmen ins Bewusstsein.
Vielleicht war sie früher nicht so verbreitet oder ich habe sie schlicht und ergreifend nicht wahrgenommen?! 
Ich finde nämlich schon, dass sie in diese Jahrezeit passt, da man sie jetzt erst richtig sehen kann. Die Kugeln im Baum.
Die Mistel ist ein grüner Halbschmarotzer, mithilfe von tiefen Senkern, entzieht die Mistel dem Baum Wasser und Nährsalze. Sie hat eine eigene Kohlenstoffsynthese, da sie Chlorophyll besitzt. Ihre Verbreitung erfolgt durch Vögel.
Von den vielen kulturellen Bräuchen abgesehen, wird die Mistel in der Phytotherapie zur Anregung des Immunsystems bei Krebserkrankungen genutzt, was wohl auch umstritten ( siehe, Gertrud Scherf, Zauberpflanze, Hexenkräuter, blv-Verlag, S. 148)  ist.
Die Mistel ist in all ihren Teilen giftig!! Schön finde ich sie trotzdem.


Hier noch ein paar Bilder, die wie ich finde auch zum Thema Dunkelheitsfest/ Abschied passen.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen