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Sonntag, 8. November 2015

Und noch eins!!

Ja, heute ist Blogtag
Neben einer Einheit Werbung war ich heute vielfach aktiv. Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass mein eines Bienenvolk noch so auf Touren ist, dass sie eine komplette Zarge mit 11 Rähmchen, die voll mit Honig waren weggeschlabbert haben. Komplett leer trotz ordentlicher Einfütterung und da das Wetter so behaglich ist, ist auch noch ordentlich Betrieb. Das heißt für mich, die eine Zarge musste ich entfernen.
Jetzt ist einzargige Überwinterung angesagt.


Was ist denn eigentlich so toll an der Arbeit mit den Bienen? Es macht Spaß, sie zu beobachten und es gibt viele tolle Produkte, die die Biene produziert und die man nutzen kann.
Das ist zum einen der Honig aber auch Produkte wie z.B Propolis. Propolis enthält viele Flavonoide und wirkt stark antibiotisch. Das und die Aussage einer Freundin, die immer Propolissalbe bei Akne nutzt hat mich auf die Idee gebracht eine Propolissalbe herzustellen.
Propolis (griechisch: vor der Stadt) nennt man übrigens auch das Kittharz der Bienen und tatsächlich wird der Eingang der Bienenbeute damit quasi geschützt um Krankheitserreger erst gar nicht in die Beute zu tragen, funktioniert eigentlich gut, hält aber die Varroamilbe leider nicht davon ab, sich in der Brut der Bienen zu vermehren.

Soweit dazu. Ich habe auf einem Stövchen Olivenöl erhitzt, einen Anteil Bienenwachs aus eigener Produktion dazugegeben und erhitzt auf ca. 60 Grad.
Nachdem das Wachs sich aufgelöst hat, habe ich die Flüssigkeit auf 45 Grad abkühlen lassen und noch selbstgemachte Propolistinktur eingerührt und abkühlen lassen.


 
So sieht die fertig gerührte Salbe aus






So ähnlich habe ich auch ein Propolisbalsam gerührt, dass gegen Erkältungen helfen kann.
Mit dem Unterschied, das ich noch selbstgesammeltes Fichtenharz dazugefügt habe, wobei dann das Öl höher erhitzt werden muss, damit das Harz sich auflöst. Nach dem Abkühlen habe ich auch hier Propolistinktur eingerührt und noch jeweils 10 Tropfen Salbei, Eukalyptus und Minze eingerührt.

Fichtenharz




Zuguterletzt habe ich noch meinen Schlehenlikör abgefüllt. Superlecker mit braunem Kandis, Zimt und Vanilleschote...lecker.... Die Farbe finde ich auch wunderschön. 

abgeseihte Schlehen

LECKER :-)

Werbung

Wer gerne Trüffel ist und mal mehr über diese Delikatesse erfahren möchte, für die/den habe ich hier einen guten Tipp. Eine Freundin von mir macht in Italien um es genau zu nehmen, in Alba (in der Nähe von Turin im schönen Piemont) Trüffeltouren.
Wer Interesse hat kann mir gerne eine Mail schicken oder eine Nachricht zukommen lassen ;-)
Siehste Johanna, jetzt habe ich auch mal wieder was geblogt :-)





Freitag, 4. September 2015

Kurze Rückmeldung

Nur schnell eine klitzekleine Rückmeldung zu unserem Ferienspielprojekt.
Alles in allem ist der Dienstag wirklich gut gelaufen. Mit 45 Kindern ging's fast wie mit der Zeitmaschine zurück ins 16 Jahrhundert.
In die Zeit von Moritz Landgraf zu Hessen, der einer alten Sage nach, den Stein aus Dankbarkeit aufstellen ließ, als seine arme Frau sich bei der Jagd im Seulingswald verirrte und drei Tage durch den Wald lief und dann am Nadelöhr gefunden wurde.
Nun ja, die Kräuter, die wir vorgestellt haben wird es ja wahrscheinlich damals auch gegeben haben und wenn sie nicht gerade im Winter unterwegs war, hat sie eventuell auch das ein oder andere davon essen können, es eventuell sogar als Heilkraut nutzen können, wer weiß......

Mit dabei waren Gänseblümchen, Spitz- und Großer Wegerich, Löwenzahn, Brennnesseln und jahreszeitlich bedingt natürlich Brombeeren.... Neben selbstgemachter Kräuterbutter konnten die Kinder noch Brombeerquark genießen.....

Meine Bedenken, 45 Kindern sowas näher zu bringen haben sich Dank der Mitarbeit von 5 tollen Betreuerinnen sozusagen in Luft aufgelöst.. Danke nochmal...

Eigentlich mache ich ja generell keine Werbung aber liebe Frauens aus der Ecke hier, wenn ihr mal lecker Kaffee und Kuchen genießen wollt in einer wunderschönen Atmosphäre und ganz zufällig noch ein paar Euros dabei habt und glaubt mir, die werdet ihr brauchen, schaut euch mal diese Seite an oder besser, fahrt mal hin, ich find's toll!! So ein geiler Schnickschnack!!

http://www.das-wohngut.de/Ueber-uns

Dienstag, 25. August 2015

Ganz langsam...

Ganz langsam aber sicher, werden die Tage immer kürzer und verheißen schon kühlere Temperaturen. Genau der richtige Moment, am Abend schonmal das Öfchen anzuschmeißen, wenn man wie ich gerade sitzt und Blog schreibt, da werden die Füße schonmal kalt.
Die Bienen bereiten sich langsam aber sicher auf den Winter vor. Gestern habe ich auch hier am Haus eingefüttert mit dem Resultat, dass die Damen heute ihre Vorräte enorm verteidigen, wie war das mit der Hand die einen füttert?! Anscheinend gibt's da als Imkerin keinen Sonderbonus.


Ansonsten genießen die Damen auch immer die schöne Aussicht. Ich denke, die nächsten Tage gibt's noch ein paar schöne Sonnenuntergänge zu sehen.



Nächste Woche mache ich mit einer Bekannten mein erstes Projekt in Richtung Wildkräuterpädagogik und bin ganz schön aufgeregt.
Mit 20 Kindern im Rahmen der Ferienspiele. Die Veranstaltung findet an einem wie ich finde recht interessanten Ort statt. Entlang der alten hessischen Fernstraßen, auch die " kurzen" oder " langen" Hessen genannt. Die eine Handelsstraße lief entlang an der heutigen Autobahn A4 bei Friedewald, hinter Bad Hersfeld.

Dort steht das Nadelöhr und in der Nähe die alte Wüstung Hammundeseiche. Wer näheres wissen möchte schaue hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hammundeseiche#Nadel.C3.B6hr

Natürlich war ich auch schon vor Ort und habe mir die Sache näher angeschaut :-)

Hier die alte Eiche, die in former times die Dorfeiche war, dahinter liegt ein alter Dorfteich. Erhalten ist auch ein Kirchenschiff, zumindest die Umrisse.


 Alles in allem eine interessante Ecke da oben und mit Sicherheit eine Reise wert.


Sonntag, 12. Juli 2015

Blumenwiese

Hab's zwar auch noch anderswo gepostet aber die Bilder sind einfach zu schön, deshalb landen sie jetzt auch in meinem Blog.








Montag, 15. Juni 2015

Durch's Haus geschaut

Das Bild wollte ich euch noch zeigen, fand ich süß. Beim Einbau eines Edelstahlrohr's für einen Ofen konnte ich direkt auf meine Bienchen schauen :-)




Doldenblüter (Apiaceae)

Wie auch der Giersch zählt der Riesenbärenklau zu den Doldenblütlern mit dem Unterschied, den würde ich nicht auf meiner Speisekarte haben wollen als Taboule (siehe Beitrag Giersch)
Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaute genannt ( Heracleum mantegazzianum) enthält Furocumarine. Gelangt der Saft ( Stengel, Blätter) auf die Haut können im Licht schwere Entzündungen hervorgerufen werden.

Also Finger weg und passt auf Eure Kinder auf.
Der Riesenbärenklau ist anscheinend nicht meldepflichtig ( was ich recht blöd finde, da, wenn die Samen erstmal keimen er sich wie der Giersch drastisch vermehrt, ich glaube auch unterirdisch schwuppdiwupp.
Die Herkulesstaude kann bis zu 3m!! hoch werden und die Blätter bis 1m lang!
Ich habe mal mein zartes Füßchen ;-) (Schuhgröße 40) danebengestellt um die jetzige Blattgröße zu zeigen. Das ist aber noch nicht seine Höhe, noch lange nicht.
Hier auf der Gemeinde interessiert das irgendwie keinen, da ich es schonmal gemeldet habe per Mail ohne Rückantwort :-( 


Blütenstand


jetzige Blattgröße, mit meinem Fuß :-)

Richtig groß!!



Donnerstag, 2. April 2015

Giersch Taboule

Mit dem Frühling kommen auch die Wildkräuter, endlich!!
Mein erstes Frühlingsgericht mit Giersch.
Der Giersch gehört zu der großen Familie der Doldenblütler, die leider auch viele stark giftige (gefleckter Schierling, Hecken Kälberkropf)aber auch viele kultivierte Arten beinhaltet, wie u.a. die Petersilie.
Viele kennen ihn, da er (leider) ein unbeliebter Gast im Garten ist.
Mein Tipp: Lecker kochen mit Giersch, dass hält ihn zumindest im Zaum ;-)
Rein medizinisch gesehen wirkt der Giersch gut bei Gicht und Rheuma und wird gerne auch zur Frühjahrskur eingesetzt.
Rein kulinarisch ist der Giersch eine Wucht. Deshalb war mein erstes Rezept in diesem Jahr ein Gierschrezept.


Cous cous, der 20 Minuten gequellt ist, wird mit einer Marinade bestehend aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer und zwei milden Chilischoten vermischt. 

Eine kleine Zucchini wird gewürfelt und kurz in Olivenöl angebraten. Die Kräuter ( Giersch und Minze) werden kleingeschnitten und zusammen mit ca. 4 Frühlingszwiebeln untergehoben. 
Fertig








Ich habe mir noch ein wenig Parmesan darübergehobelt